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Britischer Regulierer zwingt Provider zu schnellem Anschluss
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
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Britischer Regulierer zwingt Provider zu schnellem Anschlusswechsel

Die Breitband-Branche kämpft mit allen Mitteln um Marktanteile. Die Anbieter werben mit immer neuen Aktionen und niedrigeren Preisen vor allem um jene Kunden, die noch keinen Breitband-Zugang haben, sowie um die Wechselwilligen. Doch ist ein Providerwechsel gar nicht so einfach. Einerseits binden die meisten Anbieter ihre Kunden mit langfristigen Verträgen, andererseits dürften die bekannten Horror-Geschichten über vermurkste Anbieterwechsel selbst wechselwillige Kunden vorsichtig werden lassen (siehe dazu auch: Durchs Netz gefallen, Probleme bei der Massenabfertigung von DSL-Kunden, c't 5/07, S. 74). Auch in England verlief der Übergang zu einem neuen Provider nicht immer ganz störungsfrei – und das trotz einer freiwilligen Selbstverpflichtung mancher Anbieter, bei der Portierung eines Anschlusses zusammenzuarbeiten, um Verzögerungen für den Kunden zu vermeiden. Anzeige


Wer dabei bisher nicht freiwillig mitgemacht hat, den zwingt jetzt die britische Regulierungsbehörde zur Teilnahme. In einer Regulierungsverfügung, die Mitte Februar in Kraft getreten ist, verpflichtet die Ofcom alle britischen Breitbandanbieter, ein standardisiertes Verfahren zum Providerwechsel zu unterstützen. Das Verfahren soll mit einem Identifikationscode für den betroffenen Anschluss den Wechsel beschleunigen und für den Kunden transparenter gestalten. Die Regulierungsverfügung zwingt die Provider nun, dem Kunden innerhalb von fünf Tagen den für die Portierung notwendigen Code mitzuteilen, damit der Anschluss vom neuen Anbieter übernommen werden kann. Nach der Verfügung sind Gebühren für einen Providerwechsel nicht mehr erlaubt, Verstöße können von der Behörde geahndet werden. Zudem will die Behörde weitere Anhörungen initiieren, um das Regelwerk auch auf andere Produkte und Bereiche auszudehnen.

Zwar läuft die große Mehrheit der Providerwechsel in Großbritannien reibungslos ab, doch ist es auf der Insel immer wieder zu Fällen mit wochenlangen Wartezeiten gekommen, bei denen die Anschlüsse nicht rechtzeitig frei gegeben wurden oder falsche Markierungen einen Wechsel behinderten. Auch hierzulande ist der Wechselprozess zwar weitgehend reguliert, dennoch kommt es zum Teil zu erheblichen Verzögerungen, wenn zum Beispiel ein zum Umzug von der Telekom zu einem Wettbewerber vorgesehener Anschluss nicht korrekt freigegeben wird. Die Wettbewerber klagen über Qualitätsprobleme bei den Prozessen zur Anschlussübernahme und die Verschleppung durch die Telekom. Auch bei einem Anschlusswechsel von einem Telekom-Konkurrent zum anderen gibt es Verbraucherschützern zufolge immer wieder massive Probleme. (vbr/c't)


Quelle:http://www.heise.de/newsticker/meldung/86237

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